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ORKUS

Interview November 1999
Brutal - Sanft - Provokativ

...und mit diesen Worten haben The Crack Of Doom den Nagel auf den Kopf getroffen. Nach dem Dabütalbum "Sound of Ankh" haben sie mit ihrem zweiten Werk "To Megatherion" eine Welt betreten, die sich bis an die menschlichen Grenzen der Gefühle wagt. Steht doch auch der Name der Band für den kontinuierlichen Fortschritt, ebenso für die Ankündigung des Verlustes von althergebrachten Traditionen. Wie das im eigentlichen Sinne zu verstehen ist, könnt Ihr in diesem Interview verfolgen....

Orkus: Die Veröffentlichung eurer neuen CD "To Megatherion" steht nun bevor. Wie fühlt ihr euch im Augenblick ? Seid ihr aufgeregt, wie die Hörer wohl auf euer Werk reagieren werden?

The Crack Of Doom: Wir sind sehr gespannt, weil die bisherigen Reaktionen gänzlich anders sind, als wir erwartet hatten. Wir dachten, wir hätten eine richtig wüste CD gemacht - Techno, Romantik, Gothic-Rock, und, und, und -, trotzdem erfahren wir in den ersten Rezensionen, daß wir angeblich ein Konzeptalbum gemacht hätten, daß die ganze CD homogener und zusammenhängender als das Vorgängeralbum sei. Wir sind sehr neugierig zu erfahren, wie die "große Maße" letztendlich regieren wird!

O: Bevor ich zum musikalischen Teil der CD übergehe, möchte ich gern Näheres über den Titel und das Cover erfahren. Wie habt ihr eure Ideen auf diese CD verwirrklicht?

TcoD: "To Megatherion" beschreibt das Biest, jedoch nicht den Teufel im herkömmlichen Sinne. Damit ist der animalische Teil in jedem von uns gemeint, dieser tierische Trieb in jedem, der macht, was er will, der sich von Zeit zu Zeit wider Gott erhebt und gegen das Himmlische rebelliert. Dieser Einfluß findet sich in jedem Stück wieder..:"Children will grow" - der Sohn tötet seine kranke Mutter, weil sie nicht mehr von Nutzen war. Er hat nie gelernt, mit Problemen umzugehen und ist von ihnen überwältigt. "Blue sky" - der Mensch lebt seine animalische Triebe im Sex aus. Dieses Unmoralische gefällt Gott beziehungsweise findet seinen Zuspruch, da er ihn so geschaffen hat. "To Megatherion" - dem Menschen wird bewußt, daß in ihm der animalische Teil überhand gewinnt. Er will das Biest gezähmt wissen, um das Gleichgewicht zwischen körperlicher und spirituelle Liebe zu gewinnen. Angestrebt ist das Gleichgewicht der Mächte. Der mit dem Cover-Artwork betreute Künstler hat sich von unserer Musik inspirieren lassen. Wir hatten ihm keine starren Vorlagen gegeben und waren sofort begeistert von dem Resultat. Besonders bemerkenswert sind kleine Details des Covers - beispielsweise die Unzucht, die damals (?) in den Klöstern herrschte. Gott und Teufel müssen wohl in einem Haus wohnen...

O: Existiert ein bestimmt Ziel, das ihr mit eurer Art von Musik verfolgt? Könntet ihr euch vorstellen, was ihr machen würdet, wenn ihr die Band The Crack Of Doom nicht gegründet hättet ?

TCoD: Das vorherrschende Ziel ist für uns immer das Aufsteigen der Gegensätze Gott - To Megathrion. Wir wollen nicht das im Gothic - Bereich übliche "Gott ist tot" weiterführen, das ist uns zu einseitig - wir möchten die Konfrontation der beiden Gegensätze, das Austarrieren und die Ausgewogenheit darstellen. Musik ist Kunst, und jede Kunst bedeutet dem Künstler mehr als nur ein Job. Man identifiziert sich mit dem Geschaffenen, denn ein Teil von einem selbst fließt in die Musik. Wenn es ein bloßer Job wäre, wären wir auf Geld aus. Und warum sind wohl die meisten Künstler arm? Aus diesen genannten Gründen würden wir die Band auch jetzt gründen.

O: Noch einmal zu eurer CD zurück: Wie seid ihr auf die Idee gekommen, ausgerechnet "Another Brick In The Wall" von Pink Floyd zu covern?

TCoD: Wir wollten schon immer ein Cover produzieren, hatten jedoch vor, etwas ganz Neues und anderes zu machen. Es sollte anstößig sein, provozieren und rebellisch wirken. Der Text sollte krasser als im Original wirken, und das Ganze sollte zudem in die Gesatheit des Albums passen. Wir finden, das ist uns gelungen. In dem Stück findet das Chaos von Takt zu Takt eine kriegerische Ordnung.

O: Auf welche Dinge legt ihr besonders Wert, wenn ihr eine Platte produziert?

TCoD: Klangqualität, Ausdruck und Tiefe der Stücke.Die CD ist in unserem eigenem Studio produziert worden, wir haben viel Zeit und Seele investiert - das war uns wichtig. Es sollte nicht nur einen bloße Produktion sein, sondern wir wollten voll und ganz hinter dem Album stehen.

O: Was, denkt ihr, habt ihr im Gegensatz zu "Sound of Ankh" verbessert?

TCoD: Wir haben vor allen Dingen die Klangqualität verbessert. Man kann nun die Instrumente differenzierter heraushören. Die Melodien sind uns eingängiger und abwechslungsreicher gelungen, "To Megatherion" ist von Leuten, die reifer geworden sind.

O: Könnt ihr euch vorstellen, mit einer anderen Band zusammen zu arbeiten, gleichgültig ob nur für einen Song oder ein gesamtes Album? Welche musikalische Richtung würdet ihr dabei bevorzugen?

TcoD: Unsere Traumbesetzung wären Prodigy für den Beat, Can of Xymox für die Flächensounds und die Melodie, The Nothern Territories für die Ausgeglichenheit, Dreadful Shadows für die Gitarre und das faszinierende "Gebrülle" , Pink turns blue für den Gesang und Madonna für den saftigen Skandal. Carlos Peron mischt ab, und The Crack Of Doom produziert das Ganze!

O: Möchtet ihr zum Abschluß noch etwas sagen, was für euch und unsere Leser wichtig wäre?

TcoD: Restrain the big wild beast in me enjoy the white kiss more ans more....

Kerstin Strobel

ORKUS
Interview September 1998 Mit dem Debüt-Album SOUND OF ANKH überrascht die süddeutsche Formation vor allem durch ihre musikalische Offenheit und Vielfalt. Von Neo-Folk bis Gothic Rock bzw. Gothic Metal reicht das musikalische Spektrum. Um von dieser Band, die sicher ihren Weg gehen wird, etwas mehr zu erfahren, stellten wir den Mitgliedern ein paar Fragen.

Orkus: Erinnern kann ich mich noch, als ich euch letztes Jahr im Dezember in der Ludwigsburgcr Rockfabrik als Vorgruppe von WeltenBrand gesehen habe. Oliver von WelrenBrand und Labelmanager von M.O.S. erzählte mir nach seinem Aufrritr, daß er die phantastische Vorgruppe sofort unter Vertrag nehmen möchte. Dies war wohl ein Glücksfall schlechthin. Wie war dieser Abend für euch?

TCOD: Am Auftrittstag sind wir Miller Euphorie nach Ltidwigsburg gefahren. Der Auftrirt war für uns auch eine Premiere, da wir dort einige Stücke, die auch auf der CD sind, das erste Mal einem Publikum präsentieren konnten. Der Auftritt selber war wie ein ein:iger Rausch. Wir waren so schnell wieder von der Bühne runter, wie' wir dorr rauf gekommen sind. Oliver war danach auch voll des Lobes für uns und stellte uns eine weitergehende Zusammenarbeit mit M.O.S. noch am selben Abend in Aussicht. Mit dementsprechenden Gefühlen der Euphorie Lind auch Zufriedenheit sind wir dann am Abend wieder heimgefahren. O: Und wie lange gibt es die Band The Crack of Doom nun schon.' TCOD: The Crack Of Doom besteht aus Uwe und Bea - Gesang, Torsren - Keyboards, Christian Giiarrc, Georg - Baß und Schucki - Schlagzeug. Die Kerngruppe besteht dabei aus Uwe und Torsren. Die beiden kennen sieb von allen am längsten untereinander. Das Gründungsdatum kann man im labr 1993 festmachen. Da kamen dann Schucki und Christian in die Band, und von da ab formte sich dann das heraus, was man Personalstil nennt. Zwischenseitlich rekrutierte Uwe mich Bea als zusätzliche vokale Klangfarbe, und zum Schluß kam darin noch Georg hinzu. Seit dieser Zeit hatten wir dann noch andere Leute in der Band, vor allem Bassisten, die aber nun nicht mehr der Rede wert sind. Und auch das hat mit dazu hei-getragen, daß wir so lange gebraucht haben, Lim nun an die Öffentlichkeit zu gehen.

O: Euer Debutalbum kann als äLißerst abwechskingsreich bezeichnet werden. Von romantischen Neofolk-lastigen Songs reicht das Potential hin zu Gothic MetalTastigen Songs. Wie kommt es bei euch zu diesem interessanten Stilmix?

TCOD: Ganz einfach: wir wollen keine Langeweile aufkommen lassen. Ich nieine, hör' dir einmal CDs von anderen Bands an, deren Stücke immer wieder gleich klingen. Das wollen wir unseren Hörern und vor allem auch Lins nicht antun. Dafür haben wir untereinander so viel kreatives Potential, daß das nicht aufkommen kann. Wir wissen dabei auch, daß es andersherum für den Hörer nicht leicht ist, Lins eindeutig einordnen zu können. Bei uns kollidiert verwirrender Stilmix mit kontinuierlicher Ertaßharkeit. Aber am Ende steht für einen Künstler allgemein ja immer das Kunstwollcn, der persönliche kreative Ausdruck. Und den wollen wir uns zugunsten einer allzti leichten Kategorisierung nicht antun. Das bat auch etwas mit künstlerischer Autonomie zu tun. Und das haben wir seit 1993 konsequent verfolgt, und bei M.O.S. Records schließlich auch so verwirklichen können.

O: Wer schreibt bei euch die Musik, die Texte? Wie entsteht ein Song?

TCOD: Alle Texte werden von Uwe verfaßt. Die Musik entsteht bei uns in gemeinsamer Arbeit. Manchmal kommt einer mit einem Synthie-Arrangement, zu dem die anderen dann ihren Teil beitragen, mal werden aus Improvisationen henuis Songideen aLisgearbeitet. Das Übliche also. Es kommt aber auch schon einmal vor, daß jemand so konkrete Vorstellungen von einem Song hat, daß manche Instrumeiitalpart.s soweit festgelegt sind Lind .somit von den einzelnen Instrumentalisten nur reproduziert werden müssen. Aber es gibt heim Songschreiben kein Patentrezept, nach dem wir vorgehen.

O: Was denkt ihr bzw. schätzt ihr bewußt und unbewußt als Inspiration TCOD: Ich denke, man muß zunächst einmal ein gewisses Talent haben, um Texte schreiben zu können. Aus Talent und der nötigen Übung entsteht dann die Routine, um kontinuierliche Ergebnisse abliefern zu können. Inspirationen, denke ich, kommen bei jedem auf die gleiche Art und Weise: und zwar aus dem taglichen Leben, seien es Situationen, denen man sich gegeilübersieht, aus dem Fernsehen, der Zeitung, aber auch aus seinen eigenen Hobbies. Ich für meinen Teil habe mich intensiv mit verschiedenen Religionen auseinandergesetzt, um mir meinen Teil über Religionen denken zu können. Andererseits ist ja jeder Mensch auch ein soziales Wesen innerhalb eines sozialen Gefüges, und da macht sich jeder seine Gedanken über das Miteinanderauskommen. Und wenn man dann das Talent für's Texteschreiben hat, dann verarbeitet man solche Dinge. Was die Inhalte der Texte anbelangt, so wäre da zum Beispiel „Chalice Of Salvation" zu nennen: der Text verdeutlicht die Sinnlosigkeit von Religionskriegen, wie es vor tausend Jahren bei den Kreuzzügen der Fall war, und wie es auch heute noch Gang und (jähe ist. Nimm nur die Vorfälle in Nordirland, aber auch das, was im ehemaligen Jugoslawien passiert ist und noch passiert. Interessant dabei ist, daß derselbe Text im Stück „Metachrome" durch die Musik eine völlig andere Interpretation erhält. Ist in „Chalice..." zunächst das kriegerische (aber falsche) Element des Krieges thematisiert worden, so wird es in „Metachrome" umgewidmet in die Sorge um einen bevorstehenden Krieg. Im Stück Octagon habe ich einen Traum thematisiert, den ich hatte und in dem mir ein blauer Kristall in die Stirn eingesetzt wurde, mit dem ich sowohl nach hinten schauen kann als auch Einblicke in verborgene Welten bekomme.

O: Seht ihr eine bestimmte Aufgabe, die ihr mit The Craek of Doom übernommen habt?

TCOD: Dies ist eine sehr philosophische Frage. Man macht einfach Musik, genauso wie jemand anderes es vorzieht, Tag für Tag in einer Backstube zu stehen, um Brot und Kuchen herzustellen. Jedet entdeckt irgendwann einmal seine Bestimmung, die er im Eebcn gerne erfüllen würde. Bei uns ist das eben die Musik. Und es ist für jeden die Erfüllung schlechthin, aus seiner Berufung seinen Beruf machen zu können. Und das haben wir immer verfolgt und wollen wir auch weiterhin verfolgen. Und ich denke, wir sind auf dem besten Weg dazu. Was für jeden einzelnen von uns das Musikmachen an und für sich bedeutet, ist mannigfaltig. Abet wir alle zusammen, denke ich, wollen dem Hörer unsere Interpretation von Gothic Rock mitteilen. Etwas, wovon man sagen kann, daß es interessant und eigenständig ist. Inwiefern das allerdings auf Generationen danach noch einwirkt, ist wieder etwas anderes. Aber als Musiker hat man irgendwo auch ein bestimmtes missionarisches Sendungsbewußtsein. Kultur allgemein ist ja ein Prozeß, der nie stillsteht und nie stillstehen sollte. Und wir liefern eben unseren ganz eigenen Beitrag dazu ab.

O: Erzählt bitte etwas über Euer Cover-Artwork.

TCOD: Gerne. Hinweisen möchte ich auf das modifizierte „Ankh"-Symbol. Es ist unser Corporate-Design, ähnlich wie der The Sisters Of Mercy-Kopf oder das Neubauten-Männchen. Und wie du ja feststellen wirst, ist das „Ankh"-Symbol bei uns in der Horizontalen gespiegelt worden, so daß die Schleife des Symbols einmal nach oben und unten zeigt. „Ankh" ist ja das ägyptische Wort für „Leben". Aber Leben kann ja nicht immer nur eine Seite beinhalten. Es gibt immer zwei Seiten. Da haben wir aus dem asiatischen Jin und Jang das Konzept der Dualität geklaut. In Anlehnung an das Wort „Ankh" nennen wir unsere Modifikation dann „SIANKH". Und det Titel unserer CD, Sound of Ankh, spiegelt dabei dann unsete musikalische Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Facetten des Lebens wider.

O: Wenn ihr euch die Welt aussuchen könntet, in welcher ihr leben möchtet, wie würde diese aussehen?

TCOD: Ich denke, daß das jeder von uns anders beantworten wird. Es ist ziemlich schwierig, sich ein eigenes Utopia kreieren zu wollen. Und wenn man das dann getan hat, dann kommen einem nach einer gewissen Zeit auch wieder Zweifel, wenn man dann sieht, daß es auch dort Schwachstellen gibt. Allgemein kann man dazu sagen: um die Welt ändern zu wollen bzw. sich eine Welt aussuchen zu können, in der man gerne leben möchte, müßte man zuerst einmal die Grundanlagen des menschlichen Charakters ändern. Aber das ist eine Angelegenheit, die fast unmöglich erscheint und wenn, dann nur über Jahrhunderte hinweg erfolgt. Aber so lange lebt ja keiner von uns. Und wer läßt sich schon gerne eine Gehirnwäsche verpassen ?

O: Warum, denkt ihr, macht ihr keine kommerzielle Musik, sondern ein Album, das die Gothic-Szene ansprechen wird? Was bedeutet euch das Düstere, Finstere?

TCOD: Nun ja, kommerziell ist immer eine Frage der Definition. Und überhaupt: The Cure waren am Anfang auch nicht kommerziell. Und wer weiß, wie sich der musikalische Zeitgeist entwickeln wird. Vielleicht sind wir eines Tages schneller kommerziell, als man denkt. Wie bereits gesagt, schätzen wir die Musik dieses Genres durchaus, und warum sollten wir aus unserer Vorliebe einen Hehl machen und stattdessen etwa Deppen-Techno fabrizieren? Das würde man uns nicht abkaufen, alldieweil wir ja nicht mit dem Herzen dabei wären. Das würde nur in künstlerischer Prostitution enden. Und das kann kein Künstler auf Dauer. Dann würden wir uns doch lieber mit Briefmarkensammeln beschäftigen wollen. Und was das Finstete neben der allgemeinen Vorliebe für diese Art von Musik anbelangt, so gibt es ja auch noch einen rein technischen Aspekt: in moll läßt sich ungleich farbenprächtiger und facettenreicher komponieren als in Dur. O: Was ist bei euch für die nächsten Monate geplant? TCOD: Wir konzentrieren uns zunächst einmal auf die Promotion unseres Albums. Natürlich produzieren wir gleichzeitig auch schon neue Stücke, und schließlich und letztendlich stehen ja dann auch die Live-Auftritte an, die gegen Ende dieses Jahres über die Bühne gehen werden. Aber das ist noch in der Planungsphase, so daß wir darüber noch nichts Konkretes sagen können.

O: Was möchtet ihr gerne noch loswerden?

TCOD: Wir würden uns wünschen, daß unsere Medienlandschaft wiedet etwas pluralistischer werden, und so wieder eine etwas repräsentativere Übersicht über die musikalische Kultur abliefern. Das, was man schon seit längerem immer wieder im Radio und Fernsehen zu sehen und zu hören bekommt, grenzt mittlerweile an monopolistischen Kulturfaschismus. Der Konsument bekommt gar nicht mehr die Möglichkeit, über Musik urteilen zu können, und die Sender setzen ihm immer wieder dieselbe Einheitskost vor Lind behaupten auch noch, daß das die Mehrheit der Bürger interessiert. In Wahrheit stehen dabei nur die kommerziellen Interessen dieser Organe im Vordergrund, unter dem Aspekt: Never change a winning team. Und mit dieser Heuchelei muß irgendwann einmal Schluß sein.

Interview: Claus Müller